Geschichte
Geschichte des Wiederansiedlungsprojekts
- 1878: Der polnische Entdeckungsreisende Nikolai Michailowitsch Przewalski bringt von einer Expedition in Zentralasien Haut und Schädel des Wildpferdes nach St. Petersburg. Das Takhi ist zu dieser Zeit in der westlichen Welt weitgehend unbekannt.
- 1899 - 1901: Erfolgreiche Fangaktionen durch Hagenbeck und Falz Fein: 52 Przewalskifohlen konnten gefangen werden.
- 1947: Letzer Fang eines Przewalskipferdes: Die Stute Orlitza III wird nach Askania Nova (Ukraine) begracht und spielt eine wichtige Rolle in der Zucht.
- Der heutige Bestand an Wildpferden geht auf 13 Gründertiere zurück.
- 1958: Erna Mohr richtet das erste Zuchtbuch ein. Dieses Zuchtbuch dokumentierte alle 238 Individuen, die zwischen 1899 und 1958 in zoologischen Einrichtungen gehalten wurden. Nach der Veröffentlichung folgten jährliche Aktualisierungen durch den Prager Zoo.
- Ende 1960er: Erster Austausch von Przewalksipferden zwischen Prag und München.
- 1968: letzte Sichtung eines Wildpferds in freier Wildbahn (Ort: Gun Tamga, Great Gobi B)
- 1985: Start des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP). In der Folge überschreitet der Wildpferde-Bestand anfangs der 1990er die Zahl von 1000 Tieren.
- 1985: Evaluation der möglichen Wiederansiedlungsgebiete in der Mongolei durch die International Union for Conservation of Nature (IUCN).
- 1991: Aufbau der Gehege in Takhintal durch Christian Oswald
- 1992: Erste Transporte von Wildpferden aus Askania Nova nach Takhintal. In der gleichen Woche werden die ersten Takhis aus Europa nach Hustai Nuuru (nahe Ulaanbaatar) gebracht, wo das zweite mongolische Wiederansiedlungs-Projekt seinen Platz hat.
- 1997: Die ersten Wildpferde werden in Takhintal aus dem Eingewöhnungsgehege in die Freiheit entlassen.
- 1999: Um die Bemühungen der unterschiedlichen Organisationen, die an dem Wiederansiedlungsprojekt beteiligt sind, zu bündeln, wird die International Takhi Group (ITG) gegründet.
- 2004: Letzter Transport aus Europa in die Mongolei. Insgesamt werden 89 Takhis in die Great Gobi B geflogen (Fotodokumentation der Transporte).
- 2007: Erster innermongolischer Transport: Drei Hengste aus Hustai Nuuru werden in die Great Gobi B gebracht.
Quellen:
Jiri Wolf: Das Przewalskipferd
Isenbügel/Stauffer: Artikel Wildbiologie
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